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Maulwurf – der Feind in Ihrem Garten

Zugegeben – sie sind niedlich, die kleinen Tierchen mit den Grabschaufeln und dem seidigen Fell. Aber wenn Sie jeden Morgen 5-7 große neue Erdhaufen in Ihrem Garten finden, hält sich die Freude über die Anwesenheit des Maulwurfs doch sehr in Grenzen. Und Sie fangen an, über Abhilfe nachzudenken.

Wie werde ich den kleinen Plagegeist bloß wieder los?!

Eins vorab: der Maulwurf steht in Deutschland seit 1988 unter Naturschutz und darf nicht getötet werden. Die Strafe für die Tötung eines Maulwurfs beträgt je nach Bundesland bis zu 50.000 Euro. Eigentlich darf er auch nicht gestört werden, aber sanfte Methoden zu seiner Vertreibung werden toleriert.

Fressfeinde des Maulwurfs sind u.a. Fuchs, Steinmarder oder Mäusebussard. Sie können natürlich darauf hoffen, dass eines dieser Tiere das Problem für Sie löst. Aber diese Hoffnung wird sehr wahrscheinlich trügerisch sein. Auch die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre oder Nachbars Katze zur Tat schreitet, ist sehr gering, denn der Maulwurf kommt selten an die Oberfläche.

mole-13298_640Was können Sie unternehmen?

Wenn Sie als erste Maßnahme den ausgebuddelten Erdhaufen abtragen und wieder festklopfen, bringt das überhaupt nichts.

Denn der Maulwurf muss seine unterirdischen Gänge belüften und dazu legt er die Maulwurfshügel an. Wenn Sie einen schließen, buddelt er in Windeseile wieder neue.

Auch die oft empfohlene Methode, einfach mit dem Schlauch Wasser in die Gänge zu leiten, bleibt unserer leidvollen Erfahrung nach ebenfalls wirkungslos. Den Maulwurf stört es nicht und Sie können sich höchstens über eine hohe Wasserrechnung „freuen“.

Etwas besser fahren Sie, wenn Sie versuchen, den Maulwurf an seinen Schwachstellen zu packen. Denn der kleine Kerl verfügt über ein ausgezeichnetes Gehör und einen sehr hoch entwickelten Geruchssinn.

Akustische Vertreibungsmethoden

Sie rammen einen Metallpfahl oder eine Holzstange in den Maulwurfshügel und schlagen so oft wie möglich mit einem metallischen Gegenstand dagegen.

Sie besorgen sich kleine Garten-Windräder, die möglichst laut quietschen und stecken diese in die Hügel.

Sie nehmen einen Holzstab oder Pflanzstab und stülpen eine Plastikflasche darüber. In das untere Ende der Plastikflasche schneiden Sie mit einem Messer oder einer Schere Löcher, durch die der Wind pfeifen kann. Dann stecken Sie den Holzstab in den Maulwurfshügel.

Sie besorgen sich im Handel einen sogenannten „Maulwurfsschreck“.

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Das sind kleine Stäbe, meist mit einem Aluminiumgehäuse. Im Inneren ist ein kleiner Motor, der durch eine Batterie oder mit Solarenergie und Akkus betrieben wird. Das Gerät erzeugt in bestimmten Abständen Niederfrequenzwellen und/oder Vibrationen und Geräusche.

Wir haben alle Methoden ausprobiert und am effektivsten war der „Maulwurfsschreck“. Doch auch er hat den Maulwurf nicht vertrieben, sondern seine Aktivitäten in unserem Garten nur eingeschränkt.

Methoden, um den Maulwurf mit für ihn unangenehmen Gerüchen zu vertreiben. In der Regel waren die Gerüche für unsere Nasen aber auch sehr unangenehm …

Im Internet kursieren diverse Tipps und im Fachhandel gibt es die unterschiedlichsten Präparate. Hier unsere Erfahrungen:

  • Den Hügel aufgraben und Knoblauch oder Knoblauchsud hineingießen.
    Hat „unseren“ Maulwurf überhaupt nicht gestört.
  • Buttermilch in den aufgegrabenen Hügel schütten.
    Keine Wirkung.
  • Pflanzenjauchen aus Brennnesseln oder Wermut herstellen und in den aufgegrabenen Hügel gießen.
    Nichts für geruchsempfindliche Gemüter! Und die Jauchen haben mehr uns als den Maulwurf gestört.

Im Handel gibt es einige Mittel zu kaufen, die den Maulwurf durch starke Gerüche vertreiben sollen. Das sind Flüssigkeiten oder Drops, die man in den Maulwurfshügel oder in die Gänge des Maulwurfs schütten bzw. legen muss.

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Die Gebrauchsanweisungen des Herstellers müssen bei Anwendung dieser Mittel auf jeden Fall beachtet werden, da es sich teilweise um Biozide handelt.

Und Sie sollten diese Mittel strategisch geschickt anbringen. Auf keinen Fall alle vorhandenen Maulwurfshügel damit behandeln. Sie müssen dem Maulwurf einen Ausweg offen lassen. Am besten natürlich den, der schnellstmöglich aus Ihrem Garten herausführt.

Wir haben mit Geruchsdrops gute Erfahrungen gemacht. Sie haben nicht zur völligen Vertreibung des kleinen Plagegeistes geführt. Aber sie haben doch ein weiteres Vordringen in unseren Garten verhindert.

Den Maulwurfshügel aufgraben und in die Gänge kleine mit Petroleum getränkte Lappen legen.

Petroleum kann man im Internet oder auch in der Apotheke kaufen. Falls Sie Kinder haben, müssen Sie natürlich darauf achten, dass diese das Petroleum nicht in die Finger bekommen.

Und falls Sie einen Hund haben, müssen Sie darauf achten, dass der die Petroleum-Lappen nicht sofort hinter Ihrem Rücken wieder ausbuddelt …

Ansonsten haben wir mit den Petroleum-Lappen ähnliche Erfahrungen gemacht wie mit den Geruchsdrops. Sie stören den Maulwurf, aber sie vertreiben ihn nicht.

Endgültig los geworden sind wir unseren Plagegeist übrigens erst, als wir uns wieder einen Hund angeschafft haben. Der hat mit Feuereifer jeden Maulwurfshügel aufgebuddelt und innerhalb von 2 Tagen hat  „unser“ Maulwurf das Weite gesucht. Aber das ist natürlich keine Lösung für Ihr Maulwurfproblem.

Am besten probieren Sie eine Kombination der vorgestellten Tipps und Mittel aus. Und darüber hinaus müssen Sie einfach Geduld und einen längeren Atem als der kleine Plagegeist haben!

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